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Online-Marketing-Maßnahmen: Die 10 wichtigsten im Überblick

SEO, Ads, Social Media oder Newsletter? So findest du die Online-Marketing-Maßnahmen, die zu deinen Zielen passen, und erstellst einen klaren Plan.

18.5.2023

8 Min. Lesezeit

Online-Marketing-Maßnahmen: Team plant Kampagnen am Laptop

SEO, Social Media, Newsletter, Google Ads, Influencer: Die Liste möglicher Online-Marketing-Maßnahmen ist lang, das Budget und die Zeit meist begrenzt. Viele Unternehmen probieren deshalb alles ein bisschen aus und wundern sich, dass nichts richtig funktioniert. Erfolgreicher ist, wer die wichtigsten Maßnahmen kennt, ihre Stärken versteht und gezielt die auswählt, die zu den eigenen Zielen passen.

In diesem Beitrag bekommst du einen strukturierten Überblick über die wirkungsvollsten Maßnahmen im Online-Marketing, erfährst, für welche Ziele sie sich eignen, und lernst, wie du daraus einen Plan für dein Unternehmen machst.

Was zählt zum Online-Marketing?

Online-Marketing umfasst alle Marketingaktivitäten, die im Internet stattfinden. Ziel ist es, Menschen auf ein Unternehmen aufmerksam zu machen, sie auf die Website zu führen und dort zu Kunden zu machen. Ein großer Vorteil gegenüber klassischer Werbung: Fast alles lässt sich messen.

Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Kanälen unterscheiden. Owned Media sind Kanäle, die dir gehören, etwa die Website, der Blog oder der Newsletter. Paid Media sind bezahlte Kanäle wie Suchmaschinen- oder Social-Media-Werbung. Earned Media ist Aufmerksamkeit, die du dir verdienst, zum Beispiel durch Bewertungen, Empfehlungen, Presseberichte oder geteilte Inhalte. Eine gute Strategie kombiniert alle drei.

Die Grundlage: eine überzeugende Website

Fast alle Online-Marketing-Maßnahmen führen am Ende auf deine Website. Ist sie langsam, unübersichtlich oder nicht für Smartphones optimiert, verpufft jeder Euro, den du in Werbung steckst. Bevor du Reichweite einkaufst, solltest du deshalb sicherstellen, dass deine Website Vertrauen schafft, klar kommuniziert und Besucher zu einer Handlung führt.

Wichtig sind kurze Ladezeiten, eine mobile Darstellung, verständliche Texte, klare Handlungsaufforderungen und einfache Kontaktmöglichkeiten. Mehr zur mobilen Optimierung liest du im Beitrag zu Mobile First.

Online-Marketing-Maßnahmen: Planung im Team

Die wichtigsten Online-Marketing-Maßnahmen im Überblick

1. Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Mit SEO sorgst du dafür, dass deine Website bei relevanten Suchanfragen in den organischen Ergebnissen weit oben erscheint. Dazu gehören technische Optimierung, gute Inhalte und vertrauenswürdige Verlinkungen. Google erklärt die Grundlagen in seinem SEO-Leitfaden für Einsteiger. SEO braucht Zeit, bringt aber dauerhaft Besucher ohne Klickkosten.

2. Suchmaschinenwerbung (SEA)

Mit bezahlten Anzeigen in Suchmaschinen erscheinst du sofort bei passenden Suchanfragen. Du zahlst meist pro Klick und kannst Budget, Region und Zielgruppe genau steuern. SEA eignet sich für schnelle Ergebnisse und zum Testen von Angeboten. Den Unterschied zu SEO erklärt unser Beitrag zu SEA, SEM und SEO.

3. Local SEO

Für Unternehmen mit lokalem Kundenstamm ist die Sichtbarkeit in der Region entscheidend. Ein vollständiges Unternehmensprofil bei Google, positive Bewertungen und lokale Inhalte sorgen dafür, dass du bei Suchen wie „Friseur in der Nähe“ gefunden wirst.

4. Content Marketing

Mit hilfreichen Inhalten wie Ratgebern, Videos, Checklisten oder Podcasts beantwortest du Fragen deiner Zielgruppe. Das schafft Vertrauen, positioniert dich als Experten und unterstützt gleichzeitig dein SEO.

5. Social-Media-Marketing

Soziale Netzwerke helfen dir, Bekanntheit aufzubauen, mit Kunden in Dialog zu treten und eine Community zu entwickeln. Organische Beiträge kombiniert mit gezielten Anzeigen erreichen genau die Menschen, die zu deinem Angebot passen.

6. E-Mail-Marketing

Ein Newsletter ist einer der wirtschaftlichsten Kanäle. Du erreichst Menschen, die sich bewusst für deine Inhalte entschieden haben, und kannst sie mit automatisierten Abläufen gezielt begleiten.

7. Display-Werbung und Retargeting

Banner auf anderen Websites erhöhen die Bekanntheit. Mit Retargeting sprichst du Menschen erneut an, die bereits deine Website besucht haben, und erinnerst sie an dein Angebot.

8. Influencer Marketing

Empfehlungen von Personen, denen deine Zielgruppe vertraut, wirken oft glaubwürdiger als klassische Werbung. Besonders kleinere Influencer mit engagierter Community sind für viele Unternehmen interessant.

9. Affiliate Marketing

Partner bewerben deine Produkte und erhalten eine Provision für jeden Verkauf. Du zahlst nur für tatsächliche Ergebnisse.

10. Bewertungsmanagement

Online-Bewertungen beeinflussen Kaufentscheidungen stark. Bitte zufriedene Kunden aktiv um Bewertungen und reagiere professionell auf Kritik. Tipps dazu findest du im Beitrag zum Thema Kundenbewertungen sammeln.

Yogastudio als Beispiel für lokales Online-Marketing

Wie die Maßnahmen zusammenwirken

Die einzelnen Online-Marketing-Maßnahmen entfalten ihre volle Wirkung erst im Zusammenspiel. Ein typischer Weg sieht so aus: Ein potenzieller Kunde sieht einen Beitrag in Social Media und lernt deine Marke kennen. Später sucht er nach einer Lösung für sein Problem und findet deinen Ratgeber über Google. Er meldet sich für deinen Newsletter an, erhält einige hilfreiche E-Mails und klickt schließlich auf ein Angebot. Kurz vor dem Kauf liest er noch Bewertungen anderer Kunden.

Keiner dieser Kanäle allein hätte den Verkauf ausgelöst. Erst die Kombination führt zum Ziel. Denke deine Maßnahmen deshalb entlang der Kundenreise: Welche Kanäle schaffen Aufmerksamkeit, welche liefern Informationen, welche führen zur Entscheidung, und welche binden Kunden nach dem Kauf? Wie du diese Reise abbildest, zeigt unser Beitrag zur Customer Journey Map.

Welche Maßnahme für welches Ziel?

Nicht jede Maßnahme passt zu jedem Ziel. Die folgende Übersicht hilft bei der Auswahl:

Bekanntheit steigern: Social Media, Display-Werbung, Influencer Marketing, Content Marketing.

Schnell Anfragen gewinnen: Suchmaschinenwerbung, Social-Media-Anzeigen, Local SEO.

Langfristig Besucher aufbauen: SEO und Content Marketing.

Kunden binden: E-Mail-Marketing, Social Media, Bewertungsmanagement.

Abverkauf steigern: Retargeting, E-Mail-Kampagnen, Affiliate Marketing.

So erstellst du deinen Maßnahmenplan

1.

Ziele definieren: Was willst du in den nächsten Monaten erreichen? Nutze dafür die SMART-Methode.

2.

Zielgruppe verstehen: Wo informiert sich deine Zielgruppe, welche Kanäle nutzt sie?

3.

Ressourcen prüfen: Wie viel Zeit, Budget und Know-how stehen zur Verfügung?

4.

Maßnahmen auswählen: Starte mit zwei bis drei Maßnahmen, die am besten zu Zielen und Ressourcen passen.

5.

Umsetzen: Lege Verantwortlichkeiten und einen Zeitplan fest.

6.

Messen und anpassen: Prüfe regelmäßig die Ergebnisse und optimiere.

Lieber wenige Kanäle richtig gut bespielen als viele halbherzig. Wenn eine Maßnahme funktioniert, baust du sie aus und fügst weitere hinzu.

Rechtliche Grundlagen nicht vergessen

Auch im Netz gelten klare Regeln. Für deine Website brauchst du ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Tracking- und Marketing-Tools dürfen in der Regel erst nach Einwilligung der Besucher geladen werden, weshalb ein sauber eingerichtetes Cookie-Banner wichtig ist. Newsletter erfordern eine nachweisbare Einwilligung, idealerweise per Double-Opt-in. Bei Influencer-Kooperationen muss Werbung klar gekennzeichnet sein. Wer diese Grundlagen von Anfang an beachtet, vermeidet Abmahnungen und stärkt das Vertrauen der Besucher.

Online-Marketing mit kleinem Budget

Viele wirkungsvolle Maßnahmen kosten vor allem Zeit, nicht Geld. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, regelmäßige Social-Media-Beiträge, ein einfacher Newsletter, hilfreiche Blogartikel und aktiv gesammelte Bewertungen sind auch mit kleinem Budget umsetzbar. Bezahlte Werbung kannst du gezielt ergänzen, etwa um neue Angebote zu testen oder saisonale Spitzen zu nutzen.

Selbst machen oder Agentur beauftragen?

Viele Maßnahmen kannst du mit etwas Einarbeitung selbst umsetzen, etwa das Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Beiträge oder einen einfachen Newsletter. Bei komplexeren Themen wie technischem SEO, umfangreichen Werbekampagnen oder Marketing-Automation lohnt sich häufig externe Unterstützung.

Ein guter Mittelweg: Lass dir von Fachleuten eine Strategie und die Grundeinrichtung erstellen, und übernimm die laufende Pflege selbst. So behältst du die Kontrolle, sparst Kosten und baust eigenes Wissen auf. Achte bei Agenturen auf Transparenz, nachvollziehbare Berichte und realistische Versprechen. Wer garantierte Top-Platzierungen in kurzer Zeit verspricht, ist meist unseriös.

Die ersten 90 Tage

Ein klarer Zeitplan hilft, ins Handeln zu kommen. Im ersten Monat optimierst du Website und Google-Profil und richtest die Webanalyse ein. Im zweiten Monat startest du mit zwei Kanälen, etwa Social Media und Newsletter, und veröffentlichst erste Ratgeberinhalte. Im dritten Monat wertest du die Ergebnisse aus, testest kleine Werbebudgets und entscheidest, welche Maßnahmen du ausbaust und welche du wieder einstellst.

Erfolg messen

Lege für jede Maßnahme passende Kennzahlen fest. Für SEO sind das etwa Rankings und organische Besucher, für Werbeanzeigen Klicks, Kosten und Conversions, für Newsletter Klickraten und Abmeldungen. Ein Webanalyse-Tool zeigt dir, über welche Kanäle Besucher kommen und welche davon zu Anfragen oder Käufen führen. Wie du den Ertrag deiner Werbeausgaben berechnest, erklärt der Beitrag zum ROAS.

Praxisbeispiel: Ein Yogastudio wählt seine Maßnahmen

Ein neues Yogastudio hat ein kleines Budget und wenig Zeit. Statt überall präsent zu sein, konzentriert sich die Inhaberin auf drei Maßnahmen: ein vollständig gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Fotos und Kursplan, regelmäßige Instagram-Beiträge mit kurzen Übungen und einen monatlichen Newsletter für Kursteilnehmer.

Zusätzlich bittet sie nach jeder Probestunde um eine Bewertung. Nach einem halben Jahr erscheint das Studio bei lokalen Suchanfragen weit oben, die Kurse sind gut gebucht, und viele neue Teilnehmer kommen über Empfehlungen und Bewertungen.

Typische Fehler

Alles gleichzeitig wollen: Führt zu halbherziger Umsetzung.

Keine Ziele: Ohne Ziel lässt sich Erfolg nicht messen.

Website vernachlässigen: Werbung bringt Besucher, die schlechte Website vertreibt sie.

Zu früh aufgeben: SEO und Content brauchen Zeit.

Nicht messen: Budget fließt in Kanäle, die nichts bringen.

Fazit: Die richtigen Maßnahmen statt aller Maßnahmen

Online-Marketing bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um Kunden zu gewinnen und zu binden. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Maßnahmen gleichzeitig umzusetzen, sondern die richtigen. Wer seine Ziele kennt, eine starke Website als Basis hat, wenige passende Kanäle konsequent bespielt und die Ergebnisse regelmäßig auswertet, holt das Beste aus Zeit und Budget heraus.

Häufige Fragen zu Online-Marketing-Maßnahmen

Welche Online-Marketing-Maßnahmen gibt es?

Unter anderem SEO, Suchmaschinenwerbung, Local SEO, Content Marketing, Social Media, E-Mail-Marketing, Display-Werbung, Influencer und Affiliate Marketing sowie Bewertungsmanagement.

Welche Maßnahmen eignen sich für kleine Unternehmen?

Besonders Local SEO, Social Media, E-Mail-Marketing, Content Marketing und Bewertungsmanagement, da sie vor allem Zeit und wenig Budget erfordern.

Was bringt am schnellsten Ergebnisse?

Bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen und sozialen Netzwerken liefern meist am schnellsten Besucher und Anfragen.

Wie viele Maßnahmen sollte ich gleichzeitig umsetzen?

Für den Start zwei bis drei Maßnahmen, die gut zu deinen Zielen und Ressourcen passen.

Wie messe ich den Erfolg?

Mit passenden Kennzahlen je Maßnahme und einem Webanalyse-Tool, das Besucherquellen und Conversions zeigt.

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